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DER HOLLÄNDISCHE BIOLOGE ANTOINE CLEEF HÄLT EINEN VORTRAG ÜBER MEGADIVERSITÄT
Dr. Cleef wurde vom Institut zur Erforschung biologischer Ressourcen Alexander von Humboldt eingeladen, den Vortrag: „Woher kommt die Megadiversität?“ zu halten.
Mit demselben Forscherdrang, der den historischen Expeditionen von Caldas, Mutis oder Humboldt zu Kolonialzeiten zu Grunde lag, hat sich der holländische Biologe Antoine Cleef, Experte für Palynologie und Landschaftsökologie, über 30 Jahre in den kolumbianischen Páramos und Anden aufgehalten und über 300 neue Pflanzenarten entdeckt, von denen übrigens 15 mit seinem Namen (Cleefii) getauft wurden.
Dr. Antoine Cleef promovierte 1981 an der Universität Utrecht zum Thema „Die Vegetation in den Páramos der Cordillera Oriental in Kolumbien“. Für seine über 35 Jahre währenden Forschungsarbeiten zur Biodiversität in Kolumbien erhielt er 2006 den San-Carlos-Orden.
In einem Interview mit dem Journalisten Heinsman berichtet Cleef, dass einer seiner Kollegen in Holland 1.500 verschiedene Pflanzenarten entdeckt hat, während ein anderer in Kolumbien, in einer Zone von der Größe Utrechts, 7.500 verschiedene Arten entdeckt hat und fügt hinzu: „daher ist Kolumbien für die Forschung äußerst interessant. Wir versuchen eine Erklärung dafür zu finden, wie und warum das in den letzten Millionen Jahren passieren konnte. Das Land hat eine enorme Biodiversität und gilt als eines der megadiversen Länder der Welt.“
Dr. Cleef hat über 150 wissenschaftliche Veröffentlichungen und ist seit 1984 korrespondierendes Mitglied der Kolumbianischen Akademie für exakte Wissenschaften, Physik und Naturwissenschaften. Derzeit ist er emeritierter Professor für Ökologie und Kartierung tropischer Vegetation der holländischen Universitäten Amsterdam und Wageningen.
Als Kommentator des Vortrags wurde Dr. Santiago Madriñan verpflichtet, Ph.D. für  Biologie der Universität Harvard, Professor der Abteilung für Biowissenschaften der  Universidad de los Andes, Direktor des Museums für Naturgeschichte der  Universidad de los Andes und Mitglied des Wissenschaftsausschusses des  Alexander-von-Humboldt-Instituts.

Datum: 22. Juli 2010
Ort: Lleras-Auditorium der Universidad de los Andes. Calle 19A N°1-37E
Uhrzeit: 17.00 Uhr, Eintritt frei

Quelle: El Tiempo



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