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KOLUMBIEN OECD MITGLIED

Der kolumbianische Außenminister Jaime Bermúdez Merizalde überreichte dem Stellvertretenden Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Pier Carlo Padoan am 29. Juli ein Schreiben, mit dem der Beitritt Kolumbiens zum Entwicklungszentrum besagter Organisation offiziell erklärt wurde.

Von kolumbianischer Seite waren bei diesem Anlass neben dem Außenminister der Minister für Handel, Industrie und Tourismus Luis Guillermo Plata sowie der Botschafter von Kolumbien in Frankreich, Fernando Cepeda, vertreten. Auch die für das OECD-Entwicklungszentrum tätigen kolumbianischen Forscher Sebastián Nieto und Rolando Avendaño waren anwesend. 

Die 1961 gegründete OECD umfasst 20 Mitgliedsstaaten, die sich für die Förderung der Demokratie und der Marktwirtschaft einsetzen und in diesem Zusammenhang für nachhaltiges Wirtschaftswachstum, mehr Beschäftigung, Finanzstabilität und bessere Lebensstandards eintreten und andere Länder bei ihrer wirtschaftlichen Entwicklung unterstützen und zum Wachstum des Welthandels beitragen.
 
Die OECD erarbeitet außerdem Statistiken, Analysen und Wirtschaftsprognosen und ist für die Regierungen ein bedeutendes Forum zum Erfahrungsaustausch, für die Suche nach Lösungen für gemeinsame Probleme, die Entwicklung guter Praktiken und zur Koordinierung nationaler und internationaler Politiken.

Der Hauptsitz der OECD ist Paris, ihr Haushalt beläuft sich auf 343 Mio. Euro. Die offiziellen Sprachen sind Englisch und Französisch, der derzeitige OECD-Generalsekretär ist der Mexikaner Angel Gurría.

Das OECD-Entwicklungszentrum ist eine Instanz für den Dialog der OECD-Mitgliedsstaaten mit den Schwellenländern, die 1962, also ein Jahr nach der Gründung der Organisation, geschaffen wurde. Es ist ein Forum zum Austausch über Wirtschafts- und Sozialpolitik und zum Finden von Lösungen, die das Wirtschaftswachstum fördern und die Lebensbedingungen in den Schwellenländern verbessern.

Die Mitgliedschaft im Entwicklungszentrum steht allen Ländern offen, unabhängig davon, ob sie Mitglied der OECD sind oder nicht. Das Entwicklungszentrum arbeitet mit anderen Instanzen der OECD, den internationalen Finanzorganisationen, Forschungszentren, dem Privatsektor usw. zusammen. Die Mitgliedsstaaten des Entwicklungszentrums sind im Vorstand, welcher die Entwicklung und Umsetzung der zweijährigen Arbeitspläne überwacht, durch die jeweiligen Botschafter der Länder vertreten.

Nach dem Beitritt Kolumbiens zählt das OECD-Entwicklungszentrum nun 33 Mitgliedsländer, wovon 23 ebenfalls Mitglied der OECD und der Europäischen Kommission sind. Lateinamerika ist im Entwicklungszentrum mit folgenden vier Ländern vertreten: Mexiko, Brasilien, Chile und Kolumbien.

Das Entwicklungszentrum hat schon mehrfach dazu gedient, die Aufmerksamkeit der OECD-Staaten auf die Situation Lateinamerikas zu lenken.

Der Beitritt Kolumbiens zum OECD-Entwicklungszentrum wird dem Land dazu dienen, seine Politiken, von denen einige weltweit hohes Ansehen genießen, mit höher industrialisierten Ländern zu diskutieren und aus den Erfahrungen dieser Staaten zu lernen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass Mexiko, Chile und Brasilien nach Angaben von Ratingagenturen Investitionsgrad besitzen.
 

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