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Der
Konflikt, der zur Befreiung von Spanien
führte, spielte sich in Kolumbien zwischen
1810 und 1819 ab. Am Anfang steht eine Auseinandersetzung
zwischen einer Gruppe von amerikanischen
Patrioten und dem Spanier José González
Llorente. Dieser hatte sich geweigert, der
Gruppe der Patrioten eine Blumenvase zu
überlassen, um die sie ihn gebeten
hatten. Die Art und Weise dieser Weigerung
wurde von amerikanischer Seite als beleidigend
empfunden; daraufhin begannen sie eine Revolte,
die sich schließlich zum „Unabhängigkeitsschrei“
ausweitete.
Der kolumbianische Staat richtet sich nach
der Verfassung
von 1991. Mit dieser neuen politischen
Verfassung wurde in Kolumbien ein Prozess
der Bürgerbeteiligung, genauer noch,
ein neuer demokratischer Rahmen eröffnet,
der auf der rechtlichen Anerkennung der
Grundrechte für alle Kolumbianer basiert.
In diesem Sinne gilt dieses Verfassungsdokument
als eines der fortschrittlichsten der Welt.
Kolumbien ist ein sozialer Rechtsstaat,
der als Einheitsstaat mit regionaler Autonomie
organisiert ist und in dem es eine klare
Gewaltenteilung zwischen der Exekutive,
der Legislative
und der Judikative
gibt.
Der
Präsident ist der Staats- und Regierungschef.
Er wird in allgemeinen Wahlen alle vier
Jahre gewählt. Der
Vizepräsident unterstützt
den Präsidenten in seinem Amt.
Die wichtigsten politischen Kräfte
Kolumbiens sind die Liberale
und die Konservative
Partei, die über die Mehrheit im Kongress
der Republik verfügen, in dem auch
der Unabhängige
Demokratische Block vertreten ist.
Der Kongress der Republik besteht aus
zwei Kammern und setzt sich aus dem Senat
mit 102 Senatoren und der Abgeordnetenkammer
mit 199 Abgeordneten zusammen. Die Wahlperiode
der Senatoren und Abgeordneten beträgt
vier Jahre.
Das kolumbianische Rechtssystem besteht
aus dem Obersten
Gerichtshof, der das oberste Gericht
der kolumbianischen Justiz ist, der Generalstaatsanwaltschaft,
dem Verfassungsgerichtshof,
dem Staatsrat
und dem Obersten
Gerichtsrat. Zur Zeit wird eine umfassende
Reform des Rechtssystems vorbereitet. Wenn
Sie mehr darüber wissen wollen, besuchen
Sie die Seite des Ministeriums
für Inneres und Justiz.
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